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Social-Media-Marketing: Die Werbeperformances von Xing und Linkedin

Stefan Dorn    4. November 2015

Social-Media-Marketing: Die Werbeperformances von Xing und Linkedin

Schweizer Unternehmen, insbesondere KMU, setzen mit zunehmender Tendenz auf ihre eigene Präsenz im Netz und das damit verbundene Online-Marketing. Gerade im B2B-Bereich dürfen neben Werbeaktivitäten auf den üblichen Social-Media-Netzwerken wie Facebook und Twitter die Businessplattformen Linkedin und Xing nicht fehlen. Schliesslich knackte Linkedin Anfang des Jahres die sechs Millionen Nutzermarke im deutschsprachigen Raum; Xing ist mit momentan acht Millionen Usern sogar etwas besser positioniert. Für mittelständische Firmen ist dies also ein potenziell sehr lukrativer Markt, und Schweizer Unternehmen können so schnell Kunden ausserhalb der Landesgrenzen finden. Obwohl wir bei der Internet- und PR-Agentur Online Marketing AG mit unseren kreativen Ideen primär auf organischen Wachstum in den neuen Medien setzen, nutzen wir für unsere Mandanten in regelmässigen Abständen verschiedene Werbeplattformen wie Google AdWords, Facebook Ads und eben auch die Werbeoptionen bei Linkedin und Xing.

Bereits Ende Juli 2015 publizierten wir auf unserem Blog eine Auswertung zu Linkedin: Ein Selbstversuch im LinkedIn Social Media Marketing. Quintessenz: Wir waren nicht begeistert. Aufgrund zahlreicher Rückmeldungen und um Ihnen die Werbemöglichkeiten auf beiden beruflichen Plattformen näher erläutern zu können, führten wir von Mitte September bis Anfang Oktober 2015 eine neue Kampagne durch. Der Versuchszeitraum erstreckte sich über 14 Tage. Nachstehend veröffentlichen wir exklusiv von uns gesammelte Daten. Dabei gilt es zu beachten, dass es sich bei folgender Statistik nicht um einen A/B-Split-Test, sondern um einen Vergleich von zwei unserer Kunden handelt, die verschiedene Zielgruppen erreichen wollen.

Die Auswertung: Obwohl die durchschnittliche Klickrate (CTR) auf Xing um 47 Prozent höher ist als auf Linkedin (0,31 vs 0,21 Prozent), generierte die Xing-Kampagne, auf das gleiche Budget hochgerechnet, 44 Prozent weniger Klicks als Linkedin, nämlich 37 vs 67 Klicks. Der Grund liegt in den verschiedenen Klickkosten (CPC).

Einen Klick durch unsere Xing-Kampagne zu erhalten, kostete uns durchschnittlich 8.33 Franken. Mit nur 4.80 Franken pro Klick punktet Linkedin hier deutlich. Auch der Tausend-Kontakt-Preis (Preis pro 1000 ausgestrahlter Impressionen, CPM) bei Xing ist mehr als doppelt so hoch (Xing: 25.57 Franken, Linkedin: 10.13 Franken).

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Das Fazit: Trotz der doch geringen Anzahl Klicks sind wir bei beiden Business-Plattformen von der Qualität des Traffics hinsichtlich Besucherverhalten positiv überrascht. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer, die Seiten pro Besuch und in diesem Zuge auch die Absprungrate sind beim bezahlten Traffic von Xing und Linkedin positiver als beim bezahlten Traffic, der durch Google-AdWords-Suchkampagnen erreicht wird. Zwar generieren viele unserer Google-AdWords-Kampagnen Klickraten von über 3 Prozent, jedoch ist hier die Absprungrate höher.

Bei den massgebenden Werten Leads, Conversions und Sales halten sich beide Business-Netzwerke die Waage: Wir konnten nämlich (noch) keine Conversions erzielen. Dies war ja auch der Hauptkritikpunkt beim ersten Selbsttest mit Linkedin. Gerne weisen wir an dieser Stelle jedoch darauf hin, dass eine durchschnittliche Conversion bei den im Test überwachten Kunden im B2B-Bereich einen bis drei Monate benötigt. Daher kann es sehr gut sein, dass wir durch diese Kampagnen einen wichtigen Samen gepflanzt haben, der erst in einigen Wochen Früchte tragen wird – wie so oft im Online-Marketing, bei dem unbedingt mit Weitsicht gearbeitet werden muss.

Wir halten Sie gerne mit neuen spannenden Tests und Entwicklungen bei Linkedin, Xing und Co. auf dem Laufenden.

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wettkampf-der-karriere-netzwerke-linkedin-hat-sechs-millionen-nutzer-im-deutschsprachigen-raum/11338676.html

 

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